Brigitte Kraft singt bei den Leutkircher Gassensänger - Freude und gute Laune ist stets garantiert.

Einsamkeit ist vermeidbar - Es liegt an Dir

Viele werden oder fühlen sich nach dem Schlaganfall einsam, verlassen. Das ist durchaus verständlich und normal. Es gilt erst wieder, sich selbst zu finden, sich zurechtzufinden mit der belastenden Tatsache und den erworbenen Einschränkungen,

Dann aber kommt es darauf an, sich wieder dem Leben zuzuwenden. Wer sich zurückzieht wird einsam und steuert auf eine Depression zu.

Einsamkeit ist keine unmittelbare Folge des Schlaganfalls. Für das Allein sein ist man ganz allein verantwortlich, man selbst hat diese Entscheidung getroffen.

Wie kommt man zu dieser Haltung, weshalb zieht man sich zurück, verschließt sich der Anteilnahme und Hilfe der Nächsten?

Es ist beileibe nicht leicht, den Schalter umzulegen, sich eine Verhaltensweise zu eigen zu machen, die der eigenen Natur vielleicht gar nicht entspricht. Geben Sie sich einen Ruck, es ist (über)lebenswichtig der Eninsamkeit und damit einer nachfolgenden Depression zu entfliehen.

Falsche Scham könnte bei dem einen der Grund sein. Man war als stark bekannt, hat nie Schwäche gezeigt und schämt sich der Schwäche die der Schlaganfall nach sich zieht.

Falscher Stolz ist ein anderer Grund. Ich schaffe das alleine, ich brauche niemanden, der mir hilft, ich will niemanden zur Last fallen.

Mit einer solchen Haltung aber steuern Sie direkt ins Abseits und verbauen sich die Chance, trotz Schlaganfall, trotz Behinderung wieder ein lebenswertes, ja erfülltes und freudvolles Leben zurückzugewinnen.

"Allein zu stehen vermögen auch die Stärksten nicht und es ist nicht einmal wünschenswert, daß sie es könnten"

dieser Leitspruch stammt von Konrad Lorenz, dem berühmten Verhaltensforscher.

Er drückt damit aus, daß es eben nicht der menschlichen Natur entspricht, alles alleine zu tragen. Allein sein macht krank, unzufrieden, ja einsam und verbittert und ist der Chance im Wege, wieder Fröhlichkeit und Freude zu erlangen.

Treten Sie wieder vor die Tür, im wahrsten Sinne des Wortes. treffen Sie sich mit Freunden, gehen Sie in die Stadt, auf den Markt z.B., wo Sie Gelegenheit finden, ganz ungezwungen Bekannte zu treffen. Wenn es Ihr Gesundheitszustand erlaubt, nehmen Sie kleine Beschäftigungen an, stehen Sie für Erledigungen zur Verfügung. Engagieren Sie sich in einem Verein; ein Gesangsverein z.B. garantiert stets gute Laune beim gemeinsamen Singen. Bei all dem ernten Sie Bestätigungen, die Freude und Fröhlichkeit am Leben erhalten und fördern.

Ganz wichtig ist es auch, Tapetenwechsel vorzunehmen. Machen Sie Ferien vom Zuhause, Fahren Sie in Urlaub. Sie werden sehen, wie positiv die Veränderung, das Kennenlernen von anderen Menschen, die schöne Urlaubslandschaft sich auf ihre Stimmung auswirkt.

"Froh zu sein bedarf es wenig und wer froh ist, ist ein König"