28. Jan, 2016

Schulteroperation und die lange Erfahrung danach

Anfang Oktober war meine Schulteroperation angesagt und im Anschluß eine dreiwöchige REHA in Neutrauchburg. Eine Sehne in der rechten Schulter war abgerissen, wer weiß warum, und sollte wieder befestigt werden. Gut, daß ich nicht im Vorraus wusste, wie lange und heftig mich dieser Eingriff beschäftigen würde. Noch voller Optimismus, auch weil ich die Schlaganfall-Folgen so gut kompensiert habe, musste ich leidvoll feststellen, daß mich der Krankenhaus-Aufenthalt, die REHA Zeit und die REHA Nachbehandlung mittels Physio-Anwendungen sowohl physich wie psychisch stark tangiert und noch immer beeinflusst. Mein Verständnis für alle, die Ihre Schlaganfall-Beeinträchtigungen schwer wegstecken, ist stark gewachsen. Die starken Schmerzen, die Behinderungen in der Bewegung, das Alleinsein in Krankenhaus und REHA kippen die positive Einstellung und schaffen eine Tür zu Depressionen. Ich mußte erneut lernen, die Situation zu akzeptieren und jeden Lichtstrahl, jedes Besser fühlen zu nützen und sich an positive Gefühle anzudocken. Wichtig ist es, nicht im Dunkel passiv zu verharren, sondern die Chance eines besseren Feelings sofort zu nutzen. Launen, Befindlichkeiten, Stimmungen hängen davon ab, wie wir Erfolgserlebnisse nutzen oder negative Umstände beseitigen. Mein positives Erlebnis, das mich aufgebaut hat, war die Möglichkeit in der REHA Klavier zu spielen und damit den Mitpatienten eine Freude zu machen.