21. Apr, 2015

Selbst registriert man die Behinderung mehr als Außenstehende

Die Behinderung und die Einschränkungen in der Bewegung sind allgegenwärtig. Der Bewegungsapparat spürt ständig eine Gegenkraft, die Spastik, die in der Skelettmuskulatur jeder Bewegung einen Widerstand entgegenstellt.  Von außen betrachtet sehen ihre Bewegungen besser aus als noch vor Wochen. Ihr Gegenüber registriert den Fortschritt, den Sie erzielt haben. Er merkt es nicht, daß Ihnen Bewegung schwer fällt und freut sich für Sie, daß es offensichtlich aufwärts geht. Sie dürfen diesen positiven Eindruck nicht verwischen, indem Sie ständig berichten und reklamieren, wie zäh sich für Sie diese Bewegung anfühlt, wie anstrengend es für sie ist. Wie sie von anderen gesehen und gewertet werden war und ist Ihnen doch wichtig. Sie dürfen Motivation und Zuversicht daraus schöpfen. Sie merken ja auch einem Schauspieler, einem Sportler, einem Artisten nicht an, wie sehr ihn sein Tun anstrengt. Anstrengung ist etwas Innerliches und darf ruhig verborgen bleiben. Seien Sie Künstler, Schauspieler, Artist und zeigen nach außen ein Lächeln. Schöpfen Sie Kraft aus den Fortschritten, freuen Sie sich, wie Ihre Beweglichkeit zunimmt, wie Ihre Kondition immer besser wird. Sie werden natürlich stets ehrgeizig, nie ganz zufrieden sein. Aber das machen Sie allein mit sich aus.