17. Mrz, 2015

Schiunfall

Am Fastnachtsmontag wollte ich zum ersten mal wieder auf einer "richtigen" Schipiste meine Fortschritte im Schifahren testen. Jungholz in Tirol ist ein Schigebiet, das ich früher immer gern ansteuerte und das keine extrem steilen Pisten hatte. Mit dem Schlepplift und auch mit dem Sessellift gings nach oben. Die Abfahrten bargen doch erheblich mehr Schwierigkeiten in sich, als vom Übungshang in Eschach gewohnt und ich hatte mehr Bodenkontakt als mir lieb war. Das Aufstehen gestaltete sich immer als sehr schwierig und kraftraubend und ich sah ein, daß es nicht funktionierte, wenn ich die Schier nicht vom Schuh löste. Aber immerhin, ich schaffte es, von oben nach unten zu gelangen. Für Brigitte war es allerdings kein entspanntes Schifahren, sondern pure Kraftanstrengung und permanente Sorge, ob es mit mir wohl klappte. Hätten wir uns nur nicht den Fastnachtsmontag als Schitag ausgesucht. Die Piste war übervoll und mit vielen Kindern und Jugendlichen bevölkert, denn es war Schulfrei. So kam es, daß ein Mädchen die Kontrolle über ihre Schußfahrt verlor und mich, im doppelten Sinne des Wortes, aus der Bahn warf. Sie war allerdings längst weg, bis ich mich aufgerappelt hatte und bis Brigitte wieder von unten zurückgetrippelt kam. Die Brille war entzwei, stellten wir fest, als ich den Schihelm abnahm und das Schleudertrauma im Rücken kam erst in der Nacht zum Vorschein. Trotzdem, nach erstem Ärger bleibt die Erkenntnis dieses Schitags: Ich kann wieder auf normalen Pisten fahren, wenn auch klugerweise am besten wochentags. Testen kann ich das allerdings erst in der nächsten Saison, denn die Rückenbeschwerden erforderten doch eine ganze Zeitlang an Physiounterstüztung und Heildauer.